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Corona: DRK-Kreisverband Biberach ist auf vielen Ebenen aktiv

Foto: KTW DRK OV Bad Buchau

BIBERACH. Beim Krisenstab des DRK-Kreisverband Biberach wird derzeit fast rund um die Uhr gearbeitet: Die Rettungskräfte und Helfer wollen möglichst gut vorbereitet sein, wenn in einigen Tagen die Corona-Welle auch in der Region Biberach ankommt. Die Zahl der Kranken, die dann Hilfe brauchen werden, wird vermutlich stark ansteigen – und damit wächst auch die Belastung fürs DRK und alle anderen, die helfen. Der DRK-Kreisverband hat deswegen am Freitag offiziell den Krisenfall ausgerufen.

Der beim DRK angesiedelte Krisenstab arbeitet eng zusammen mit den wichtigen Institutionen wie Landratsamt, Sana-Kliniken und den niedergelassenen Ärzten. Gemeinsam klären sie, welche Strategien sie für den Landkreis verfolgen, was man leisten kann, was dafür zu tun ist, und stellen die Weichen.

„Wir bereiten derzeit den Einsatz der zwölf DRK-Bereitschaften vor. Eine weitere große Priorität ist es, den Rettungsdienst, den Krankentransport und den Betrieb der Leitstelle aufrechtzuerhalten“, sagt Michael Mutschler, Geschäftsführer Rettungsdienst beim DRK-Kreisverband. „Dabei ist das Personal eines unserer größten Themen.“

Schon im Normalfall sei der Rettungsdienst sehr belastet, berichtet Mutschler. Denn es gibt ja weiterhin Menschen, die Hilfe brauchen wegen eines Herzinfarkts, nach einem Schlaganfall oder Unfall. Alles, was mit Corona zu tun hat, kommt für den Rettungsdienst als zusätzliche Arbeit hinzu. Zugleich ist der Aufwand enorm gestiegen: Nach Einsätzen muss sehr aufwändig desinfiziert werden.

Vieles wurde bereits getan, um weitere Mitarbeiter zu gewinnen und um die Risiken für alle zu senken. Das DRK sorgt dafür, dass sich die Mitarbeiter nicht untereinander anstecken: Für die Integrierte Leitstelle (ILS) wurde ein Zutrittsverbot ausgesprochen, um die Disponenten zu schützen. Auch in den Rettungswachen wurde neu geregelt, wer wo Zutritt hat. Die Rettungskräfte tragen insgesamt mehr Schutzkleidung.

Es sei allerdings schwierig, ausreichend Schutzkleidung zu beschaffen, sagt Mutschler: „Das stellt für uns ein nicht unerhebliches Problem dar.“ Denn die Ware ist nicht oder nur sehr schwer erhältlich. Falls doch, dann nur zu übertrieben hohen Preisen.  

Das Thema Corona beschäftigt den DRK-Kreisverband derzeit auf vielen Ebenen. Hier ein Überblick über weitere Vorbereitungen und Veränderungen:

Integrierte Leitstelle (ILS): In der Integrierten Leitstelle laufen viele Fäden zusammen, derzeit noch mehr. Das Team wurde personell verstärkt, um die gestiegene Zahl der Anrufe bearbeiten und steuern zu können. Parallel bietet das Team auch fachliche Unterstützung für die Bürger-Hotline des Kreisgesundheitsamtes (07351 527070). Seit 25. März hat die ILS noch eine weitere Aufgabe übernommen: Sie vergibt die Termine für die neue Fieberambulanz. Um alle Themen und Hilfeersuchen kanalisieren zu können, wurde die Notrufabfrage modifiziert und an die aktuelle Lage angepasst.

Aufruf: Das DRK sucht weitere Helfer mit Erfahrung. Alle ehemaligen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter, ehemalige Kollegen des FSJ und des BFD sowie Menschen mit rettungs- oder sanitätsdienstlicher Ausbildung werden gebeten, sich zu melden: per E-Mail an ute.krause@drk-bc.de oder unter der Rufnummer 07351/1570-0.

Sozialarbeit: Die Tafeln im Landkreis und der Kleiderladen mussten schließen. Denn die meisten der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, aber auch ein Teil der Kunden gehören altersbedingt der Risikogruppe an, müssen also geschützt werden. Außerdem kamen die Lebensmittelspenden zuletzt unregelmäßig oder blieben aus, berichtet Peter Haug, Geschäftsführer Rotkreuzbereich beim Kreisverband. Um die Schließung der Tafelläden zu kompensieren und Menschen mit wenig Geld auch jetzt zu unterstützen, werden derzeit in einigen Gemeinden lokale Lösungen aufgebaut.

Die Migrationsberatung des DRK wird vorläufig vor allem telefonisch, per E-Mail oder über die neue App MBEon angeboten – persönlichen Kontakt soll es nur in absoluten Ausnahmen geben.

Vorerst sammelt das DRK keine Kleider mehr.

Ehrenamt: Die DRK-Bereitschaften im Landkreis Biberach stellen derzeit ihre Einsatzfähigkeit her: Material und Ausstattung werden geprüft und die Verfügbarkeit ehrenamtlicher Helfer wird festgestellt – so ist es vorgesehen im ausgerufenen Krisenfall.

Die „Helfer vor Ort“ werden derzeit nicht eingesetzt. Die ehrenamtlichen Kräfte der Ortsgruppen haben bereits zahlreiche weitere Aufgaben übernommen: Sie stehen bereit, um bei Bedarf den ärztlichen Notdienst zu unterstützen, indem sie Fahrdienste für Ärzte übernehmen, in Rotkreuz-Fahrzeugen. Vor dem Sana-Klinikum Biberach wurde eine Sichtungsstelle eingerichtet, wo Patienten schon vor dem Betreten des Krankenhauses gesichtet und je nach Diagnose weitergeleitet werden. Helfer vom DRK unterstützen das Team dort technisch und personell. Als ein Wochenende lang ein mobiles Corona-Testzentrum gebraucht wurde, haben DRK-Kräfte es auf dem Klinik-Parkplatz aufgebaut und gemeinsam mit dem Kreisgesundheitsamt und Landratsamt betrieben.

Die Koordination der ehrenamtlichen Kräfte und insofern die Leitung des Einsatzes liegt bei der Kreisbereitschaftsleitung des DRK-Kreisverbandes Biberach und dort in Händen von Peggy Schirmer-Schmid, Franz-Karl Moder und Alexander Schirmer. Als Kreisbereitschaftsleitung sind sie Mitglied im Krisenstab.   

Blutspende: In den kommenden Wochen wird es in Deutschland vermutlich Engpässe bei den Blutspenden geben. Deswegen bittet das DRK weiterhin um Blutspenden. Bei den Terminen gelten sehr hohe Sicherheitsvorkehrungen. Im Landkreis Biberach finden derzeit einige der Termine wie geplant statt, andere müssen abgesagt oder verlegt werden: Nicht immer eignen sich die angestammten Räume dazu, die neuen Sicherheitsvorgaben einzuhalten, erklärt Geschäftsführer Haug. Einige Bereitschaften versuchen deswegen, andere Räumlichkeiten zu finden. Wer während der Corona-Krise Blut spenden möchte, findet die aktuellen Termine im Internet unter www.drk-blutspende.de.

Jugendrotkreuz Bad Buchau ist dreifacher Sieger!

(drkbb-mw) Kreisweit durchgesetzt haben sich die drei JRK-Gruppen aus Bad Buchau. Angetreten in drei Altersstufen im Alter von 6 - 16 Jahren freuen sich die Bad Buchauer insgesamt
dreimal über Platz 1.

Im Jugendrotkreuz (JRK), dem Jugendverband des DRK, organisieren sich deutschlandweit mehr als 113.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 27 Jahren. Sie setzen sich ein für soziale Gerechtigkeit, Gesundheit und Umwelt, Frieden und Völkerverständigung. Am vergangenen Samstag in Schemmerhofen mussten die Wettbewerbsteilnehmer ihr Wissen unter Beweis stellen. Zahlreiche Gruppen aus dem Landkreis Biberach sind gegeneinander angetreten, um das Erlernte unter Beweis zu stellen. Unter den kritischen Augen der Jury mussten diverse Aufgaben erfüllt werden. Eine große Herausforderung und viel Fleißarbeit für die Gruppenleiter, unter der Leitung von Nadine Strahl (Jugendleiterin) und die Kinder und Jugendlichen.

Erste Hilfe ist Teamwork

Die 7-köpfige Gruppe in Stufe 1 (ab 10 Jahre) kommt in einen Klassenzimmer. Auf dem Boden sitzt ein weinendes Mädchen. 

Schnell werden zwei Mädchen aktiv, sprechen sie an. Gezielt stellen die Zwei Fragen, die dazu dienen die Verletzung und den Gesundheitszustand einzuordnen. Schnell ist die Ursache klar: neue, zu enge Schuhe haben eine größere Blase verursacht. Ausgestattet mit der rotkreuzüblichen Erste-Hilfe-Tasche wird die Verletzung keimfrei bedeckt und mit einer Sofort-Eiskompresse gekühlt. Während das Material am Patienten angebracht wird, kümmert sich die zweite Helferin um die Registrierung des verletzten Mädchens und beruhigt sie. 

Leistungsvergleich auf Landesebene

Die drei Siegergruppen sind nun qualifiziert, um ihr Können in den Bereichen Erste Hilfe, Rotkreuz-Wissen, soziales Engagement und Kreativität auf einer noch größeren Bühne zu präsentieren, dem JRK Landeswettbewerb.

Übungsalarm für die Schnell-Einsatzgruppe: Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten im Tunnel bei Ertingen


30.04.2018 (mw) 

Am vergangenen Samstag wurde im Rahmen einer Großübung die EG-Bad Buchau/ -Bad Schussenried zu einem Szenario mit 30, teils schwer verletzten Patienten gerufen. Diesmal war es glücklicherweise nur eine Übung, bei der ein Linienbus und mehrere Fahrzeuge beteiligt waren.

MANV1 - Konzept startet bei mehr als 7 Verletzten

Immer, wenn es zu einer großen "Verletztenanzahl" kommt, greifen die Konzepte der überregional tätigen  Einsatzgruppen, deren Aufgabe es ist, schnell und zuverlässig eine provisorische Versorgungsinfrastruktur aufzubauen.

Patienten werden nach Priorität behandelt

So kommen schwerst-Verletzte direkt per Rettungswagen oder Krankentransportwagen in die angrenzenden Krankenhäuser. Die schwer-Verletzen und vital-bedrohten Patienten werden in sogenannten BHPs (Behandlungsplätze) erstversorgt und sanitätsdienstlich betreut. Zusätzlich zur Rettung aus den Fahrzeugen, war es Aufgabe der Feuerwehr die Verletzen in diesen BHP zu tragen. Dabei mussten die Feuerwehrmänner- und Frauen teilweise weite Strecken zu Fuß bestreiten. Durch das Unfallszenario bot sich den DRK-Helfern eine große Bandbreite an "Verletzungen": Schocks, stark blutende Wunden, Rauchgasvergiftungen und zahlreiche Knochen-Brüche galt es innerhalb kürzester Zeit zu versorgen.

Notfallseelsorge, wichtige Unterstützung in der Betreuung

Ebenso verbleiben die leicht-Verletzten zunächst am Behandlungsplatz: Kleinere Wunden werden dort versorgt und es wird psychosoziale Unterstützung angeboten. An dieser Stelle ist sicherlich ein großer Dank an die Helfer der Notfallseelsorge auszusprechen, die mit großer Man-Power die DRK-Einsatzkräfte unterstützt haben.

Insgesamt waren rund 300 Einsatzkräfte, der regionalen Hilfs- und Rettungsorganisationen vor Ort und erprobten bei bestem Wetter und Sonnenschein den Ernstfall. Die  Einsatz-Nachbesprechung ist ein sehr hilfreiches Instrument, um die Hilfeleistung zu optimieren und Lösungen für Probleme zu finden.

Altkleidercontainer ab sofort verfügbar: 01.04.18

Hinter unserem Vereinsheim haben wir ab sofort zwei neue Container platziert, um Ihre Kleider-Spenden sicher und trocken, auch während unserer Abwesenheit entgegen nehmen zu können.

Vielen Dank für Ihre Spenden!

Ihr DRK - Team

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